© tajas world of delights 2019

Über mich

Meine ersten Gerichte und kulinarische Abenteuer

Mein Bruder und ich sind schon als kleine Kinder auf die glorreiche Idee gekommen, Krakauer-Scheiben auf einer Gabel direkt über dem Gasherd, natürlich ohne Pfanne zu braten - sozusagen als kleinen Snack zwischendurch ;-) Wir haben uns halt unser privates Lagerfeuer in der Küche gemacht. Die Würstchen am Spieß vom echten Lagerfeuer waren ja auch lecker - warum denn nicht zu Hause? ;) Wenn Mama das wüsste! ;))) Als Kind war ich sehr oft bei meiner Großmutter, sei es in den Ferien, oder an den Wochenenden. Jetzt verstehe ich, dass unsere Eltern, wegen unseren verrückten Kochideen und der hinterher „bis zum geht nicht mehr“ eingesauten Küche, einfach Ihre Ruhe vor uns haben wollten :-) Spaß beiseite. Ich kann mich jedenfalls sehr gut an eine große Gemeinschaftsküche in einer altdeutschen, immer noch durch die Kugeln aus dem zweiten Weltkrieg etwas verstümmelten Villa in Stettin, a.D.1888, in der drei Familien aus der ganzen Etage auf drei Herden ihr Essen zubereiteten, erinnern - die Küche meiner liebsten Oma Paulina. Anfangs gab es noch diese Kochstellen, die mit Kohle oder Holz betrieben wurden, später hat man sich Gas zugelegt. Es gab dort übrigens auch ein Gemeinschaftsbadezimmer (mit einem eiskalten Toilettendeckel auf der Schüssel und oft Zeitungs- statt Toilettenpapier, weiß ich noch wie heute) - ich meine, die Familien waren schon irgendwie miteinander verwandt, das ist aber wieder eine ganz andere Geschichte. ;-) Es gab ja zu der Zeit nicht viel, es waren die 80-er Jahre in Polen - wenn man keinen Metzger in der engeren Bekanntschaft oder Familie in irgendeinem Dorf hatte, war man fleischtechnisch so ziemlich aufgeschmissen. Ich erinnere mich daran, wie ich mit meiner Mama und meinem kleinen Bruder, der noch im Kinderwagen schlief, in der bitteren Kälte im Winter zwei Stunden in der Schlange stand, weil es hieß: „Leute, bei „Marylka“ gibt es heute Butter zu kaufen!“ Heute unvorstellbar, nicht wahr? Nun froren wir uns so lange die Hintern und Füße ab, um nach zwei Stunden ein Pfund Butter von einem riesengroßen Würfel abgeschnitten zu bekommen (es war nicht billig, man musste noch diese speziellen Lebensmittelbons abgeben, um überhaupt die Lebensmittel kaufen zu dürfen), und um zu Hause festzustellen, dass sie total salzig war! Igitt! Ich erinnere mich an eine Zeit, in der in den wenigen Geschäften oft nur Essig und morgens auch Brot vorrätig waren, aber meine Oma hatte einen wunderschönen Garten mit Tomaten, Erdbeeren, Gurken, roten und (meinen geliebten) schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Rhabarber... Es gab Apfel- Birn- und Haselnussbäume... Auf dem Dachboden duftete es nur so nach getrockneten Kräutern aus dem Garten... Ein Traum :-D Jetzt würde ich noch dazusagen: Und alles Bio :-D Meine Oma Paulina wusste die leckeren Sachen zu konservieren, und so konnten wir das ganze Jahr über fantastische Marmeladen, Kompott, Essiggurken, aber auch eingelegte Waldpilze und Bratfisch genießen. Mein Opa war nämlich ein leidenschaftlicher Angler (und Pilzsammler) und hat die Fische und Pilze eimerweise nach Hause geschleppt. Die Oma musste natürlich die ganzen Unmengen verarbeiten, und irgendwann haben dann auch die Nachbarn von den übriggebliebenen frischen Fischen profitiert ;-D Und ich durfte zuschauen und später dann auch mithelfen. Eine wunderschöne Zeit für ein Kind in dem sonst nicht so schönen, kargen, trostlosen, kommunistischen Polen. Meine Tante, die ebenfalls in dieser Villa wohnte und noch einen mit Holz betriebenen Herd hatte, lehrte mich darauf ein Gericht zuzubereiten, das sie oft in der Nachkriegszeit gekocht hat: gebratene Zwiebeln (3 Stück) mit einem einzigen Ei. Es sah etwas komisch aus, aber mit ein paar Kräutern war es damals ein Gedicht! Ich glaube, da muss ich so 5 Jahre alt gewesen sein. Aber ich fand es schon damals total spannend. Obwohl die Geschichte Polens nach dem Kriegszustand (in den Jahren 1981-1983, da war ich 4-6 Jahre alt) eine Wende nahm, war es trotzdem mehrere Jahre danach schwierig, an andere, im Westen Europas bekannte Lebensmittel und auch Rezepte zu kommen. Und so versuchte man, mit dem, was da war, die „Gerichte aus dem Westen“ nachzuahmen. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass unsere erste Pizza, die wir für „echt“ gehalten haben, etwa 7 Zentimeter dick war? Und wir meinten, sie sei soooo gut ;-) War sie auch, aber auf eine andere Weise ;) Unsere Schokolade haben wir in der Pfanne selbst gemacht – das war ein Erlebnis! Wir aßen auch Stullen mit Butter und Zucker, wenn die Marmelade alle war. Oft gab es „Flaczki“, eine Pansensuppe (Kutteln) – die Küche hat zwar beim Kochen unheimlich gestunken, aber das pikante Süppchen mit viel Majoran war wirklich sehr delikat und schmackhaft – man kann wohl aus allem ein leckeres Essen zubereiten ;-D. Die Italiener machen es auch: „Trippa alla romana“ (allerdings mit Tomatensauce) - wenn Ihr das irgendwo auf der Speisekarte einer Trattoria in Italien sieht – unbedingt probieren! Bei meinem Opa habe ich abgeschaut, weich gekochte Eier mit Butter zu essen. Jahre später guckten mich so manche Tischnachbarn komisch an, aber jetzt weiß ich: Opa Andrzej wusste es schon vorher! Das ist nämlich die gesündeste Art, gekochte Eier zu essen :-D

Und jetzt?

Natürlich versuche ich, gesund zu kochen, ich kaufe lieber hochwertige Produkte, dafür aber etwas weniger. Fleisch aus tiergerechter Haltung, Bio- Produkte – die Gurken können bei mir so krumm sein, wie sie wollen, Hauptsache der Geschmack stimmt :) . Mit Zusatzstoffen vollgepumpte Fertiggerichte, Tütensuppen und sowieso Mikrowellenfutter ist in meiner eigenen Küche ein absolutes No-Go. Low carb und Keto finde ich gut, obwohl ich manchmal hausgemachtem Kuchen, Pasta und Risotto nicht widerstehen kann. ;-D Ich genieße die Vielfalt an den Fleischtheken, liebe aber auch gut gemachte, aromatische vegetarische Gerichte. Ich finde das Thema „Biohacking“ sehr spannend. Man kann den eigenen Körper durch bewusste Handlungen, mit ein paar kleinen smarten Hacks so steuern, dass er so funktioniert, wie man es will. Sei, es geht um den guten Schlaf, um die Energie, Sport, Abnehmen oder auch Ernährung. (Und sogar mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte könnte man abnehmen ;-D )

Du bist, was Du isst! Und je, nachdem was Du isst, so fühlst Du Dich auch – es ist

wirklich so.

Ich habe schon so einiges ausprobiert und es funktioniert :-D

Ich reise viel, vor allem „kulinarisch“ ;-) Ich bin fasziniert von den Geschmäckern der Welt, kaufe oft Gewürze in fremden Ländern und bin stolze Besitzerin einer ziemlich großen und „exotischen“ Kochbüchersammlung, in der ich mir manchmal Anregungen hole. Ich bin von der Sterneküche angetan, genauso wie von den von uns manchmal für skurril betrachteten Speisen die auf anderen Kontinenten heimisch sind; schätze aber auch einfache, hausgemachte Gerichte, wenn sie nicht fad sind und aus guten und frischen Zutaten bestehen. Ich versuche, so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuschmeißen – dann schaue ich lieber in den Kühlschrank und in den Vorratsschrank und kreiere etwas aus den Resten, egal, was da drinnen liegen mag und egal, wenn es auf den ersten Blick nicht zueinander passt. Ich mache es einfach passend ;-) Oma Paulina sagte immer: „Dobre z dobrym to i dobre“ - heißt frei übersetzt: „wenn man nur gute Produkte verwendet, kann das Essen nur gut werden“ :-D Es gäbe noch viel zu erzählen, aber ich glaube, das für mich Schönste und Wichtigste ist, dass mich meine Oma mit dem Kochen angesteckt hat und ich immer noch versuche, egal, was ich koche, das jeweilige Gericht außergewöhnlich zu machen. Und ich bin unheimlich dankbar dafür, dass wir jetzt so viele Möglichkeiten haben.............. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen meiner Rezepte Eure Taja

Meine ersten Gerichte und kulinarische

Abenteuer

Mein Bruder und ich sind schon als kleine Kinder auf die glorreiche Idee gekommen, Krakauer- Scheiben auf einer Gabel direkt über dem Gasherd, natürlich ohne Pfanne zu braten - sozusagen als kleinen Snack zwischendurch ;-) Wir haben uns halt unser privates Lagerfeuer in der Küche gemacht. Die Würstchen am Spieß vom echten Lagerfeuer waren ja auch lecker - warum denn nicht zu Hause? ;) Wenn Mama das wüsste! ;))) Als Kind war ich sehr oft bei meiner Großmutter, sei es in den Ferien, oder an den Wochenenden. Jetzt verstehe ich, dass unsere Eltern, wegen unseren verrückten Kochideen und der hinterher „bis zum geht nicht mehr“ eingesauten Küche, einfach Ihre Ruhe vor uns haben wollten :-) Spaß beiseite. Ich kann mich jedenfalls sehr gut an eine große Gemeinschaftsküche in einer altdeutschen, immer noch durch die Kugeln aus dem zweiten Weltkrieg etwas verstümmelten Villa in Stettin, a.D.1888, in der drei Familien aus der ganzen Etage auf drei Herden ihr Essen zubereiteten, erinnern - die Küche meiner liebsten Oma Paulina. Anfangs gab es noch diese Kochstellen, die mit Kohle oder Holz betrieben wurden, später hat man sich Gas zugelegt. Es gab dort übrigens auch ein Gemeinschaftsbadezimmer (mit einem eiskalten Toilettendeckel auf der Schüssel und oft Zeitungs- statt Toilettenpapier, weiß ich noch wie heute) - ich meine, die Familien waren schon irgendwie miteinander verwandt, das ist aber wieder eine ganz andere Geschichte. ;-) Es gab ja zu der Zeit nicht viel, es waren die 80-er Jahre in Polen - wenn man keinen Metzger in der engeren Bekanntschaft oder Familie in irgendeinem Dorf hatte, war man fleischtechnisch so ziemlich aufgeschmissen. Ich erinnere mich daran, wie ich mit meiner Mama und meinem kleinen Bruder, der noch im Kinderwagen schlief, in der bitteren Kälte im Winter zwei Stunden in der Schlange stand, weil es hieß: „Leute, bei „Marylka“ gibt es heute Butter zu kaufen!“ Heute unvorstellbar, nicht wahr? Nun froren wir uns so lange die Hintern und Füße ab, um nach zwei Stunden ein Pfund Butter von einem riesengroßen Würfel abgeschnitten zu bekommen (es war nicht billig, man musste noch diese speziellen Lebensmittelbons abgeben, um überhaupt die Lebensmittel kaufen zu dürfen), und um zu Hause festzustellen, dass sie total salzig war! Igitt! Ich erinnere mich an eine Zeit, in der in den wenigen Geschäften oft nur Essig und morgens auch Brot vorrätig waren, aber meine Oma hatte einen wunderschönen Garten mit Tomaten, Erdbeeren, Gurken, roten und (meinen geliebten) schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Rhabarber... Es gab Apfel- Birn- und Haselnussbäume... Auf dem Dachboden duftete es nur so nach getrockneten Kräutern aus dem Garten... Ein Traum :-D Jetzt würde ich noch dazusagen: Und alles Bio :-D Meine Oma Paulina wusste die leckeren Sachen zu konservieren, und so konnten wir das ganze Jahr über fantastische Marmeladen, Kompott, Essiggurken, aber auch eingelegte Waldpilze und Bratfisch genießen. Mein Opa war nämlich ein leidenschaftlicher Angler (und Pilzsammler) und hat die Fische und Pilze eimerweise nach Hause geschleppt. Die Oma musste natürlich die ganzen Unmengen verarbeiten, und irgendwann haben dann auch die Nachbarn von den übriggebliebenen frischen Fischen profitiert ;-D Und ich durfte zuschauen und später dann auch mithelfen. Eine wunderschöne Zeit für ein Kind in dem sonst nicht so schönen, kargen, trostlosen, kommunistischen Polen. Meine Tante, die ebenfalls in dieser Villa wohnte und noch einen mit Holz betriebenen Herd hatte, lehrte mich darauf ein Gericht zuzubereiten, das sie oft in der Nachkriegszeit gekocht hat: gebratene Zwiebeln (3 Stück) mit einem einzigen Ei. Es sah etwas komisch aus, aber mit ein paar Kräutern war es damals ein Gedicht! Ich glaube, da muss ich so 5 Jahre alt gewesen sein. Aber ich fand es schon damals total spannend. Obwohl die Geschichte Polens nach dem Kriegszustand (in den Jahren 1981-1983, da war ich 4-6 Jahre alt) eine Wende nahm, war es trotzdem mehrere Jahre danach schwierig, an andere, im Westen Europas bekannte Lebensmittel und auch Rezepte zu kommen. Und so versuchte man, mit dem, was da war, die „Gerichte aus dem Westen“ nachzuahmen. Könnt Ihr Euch vorstellen, dass unsere erste Pizza, die wir für „echt“ gehalten haben, etwa 7 Zentimeter dick war? Und wir meinten, sie sei soooo gut ;-) War sie auch, aber auf eine andere Weise ;) Unsere Schokolade haben wir in der Pfanne selbst gemacht – das war ein Erlebnis! Wir aßen auch Stullen mit Butter und Zucker, wenn die Marmelade alle war. Oft gab es „Flaczki“, eine Pansensuppe (Kutteln) – die Küche hat zwar beim Kochen unheimlich gestunken, aber das pikante Süppchen mit viel Majoran war wirklich sehr delikat und schmackhaft – man kann wohl aus allem ein leckeres Essen zubereiten ;-D. Die Italiener machen es auch: „Trippa alla romana“ (allerdings mit Tomatensauce) - wenn Ihr das irgendwo auf der Speisekarte einer Trattoria in Italien sieht – unbedingt probieren! Bei meinem Opa habe ich abgeschaut, weich gekochte Eier mit Butter zu essen. Jahre später guckten mich so manche Tischnachbarn komisch an, aber jetzt weiß ich: Opa Andrzej wusste es schon vorher! Das ist nämlich die gesündeste Art, gekochte Eier zu essen :-D

Und jetzt?

Natürlich versuche ich, gesund zu kochen, ich kaufe lieber hochwertige Produkte, dafür aber etwas weniger. Fleisch aus tiergerechter Haltung, Bio-Produkte – die Gurken können bei mir so krumm sein, wie sie wollen, Hauptsache der Geschmack stimmt :) . Mit Zusatzstoffen vollgepumpte Fertiggerichte, Tütensuppen und sowieso Mikrowellenfutter ist in meiner eigenen Küche ein absolutes No-Go. Low carb und Keto finde ich gut, obwohl ich manchmal hausgemachtem Kuchen, Pasta und Risotto nicht widerstehen kann. ;-D Ich genieße die Vielfalt an den Fleischtheken, liebe aber auch gut gemachte, aromatische vegetarische Gerichte. Ich finde das Thema „Biohacking“ sehr spannend. Man kann den eigenen Körper durch bewusste Handlungen, mit ein paar kleinen smarten Hacks so steuern, dass er so funktioniert, wie man es will. Sei, es geht um den guten Schlaf, um die Energie, Sport, Abnehmen oder auch Ernährung. (Und sogar mit Schwarzwälder-Kirsch-Torte könnte man abnehmen ;-D ) Du bist, was Du isst! Und je, nachdem was Du isst, so fühlst Du Dich auch – es ist wirklich so. Ich habe schon so einiges ausprobiert und es funktioniert :-D Ich reise viel, vor allem „kulinarisch“ ;-) Ich bin fasziniert von den Geschmäckern der Welt, kaufe oft Gewürze in fremden Ländern und bin stolze Besitzerin einer ziemlich großen und „exotischen“ Kochbüchersammlung, in der ich mir manchmal Anregungen hole. Ich bin von der Sterneküche angetan, genauso wie von den von uns manchmal für skurril betrachteten Speisen die auf anderen Kontinenten heimisch sind; schätze aber auch einfache, hausgemachte Gerichte, wenn sie nicht fad sind und aus guten und frischen Zutaten bestehen. Ich versuche, so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuschmeißen – dann schaue ich lieber in den Kühlschrank und in den Vorratsschrank und kreiere etwas aus den Resten, egal, was da drinnen liegen mag und egal, wenn es auf den ersten Blick nicht zueinander passt. Ich mache es einfach passend ;-) Oma Paulina sagte immer: „Dobre z dobrym to i dobre“ - heißt frei übersetzt: „wenn man nur gute Produkte verwendet, kann das Essen nur gut werden“ :-D Es gäbe noch viel zu erzählen, aber ich glaube, das für mich Schönste und Wichtigste ist, dass mich meine Oma mit dem Kochen angesteckt hat und ich immer noch versuche, egal, was ich koche, das jeweilige Gericht außergewöhnlich zu machen. Und ich bin unheimlich dankbar dafür, dass wir jetzt so viele Möglichkeiten haben.............. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stöbern und Nachkochen meiner Rezepte Eure Taja
© tajas world of delights 2019